Parque Ribeirinho de Faro

Ein sonntäglicher Spaziergang am Rande der Ria Formosa
Sonntag, 20 März 2016 | Ausflug

Der Park am Westrand von Faro erstreckt sich zwischen einem Seitenarm der Ria Formosa und der einspurigen Eisenbahnlinie Linha do Algarve, die von Lagos im Westen über Faro bis nach Vila Real de Santo António an der spanischen Grenze verläuft. Das Gelände wurde im Herbst 2014 der Öffentlichkeit als Freizeitpark übergeben. Ausgangspunkt ist ein großer Parkplatz am Bahnüberhang nahe des Teatro Municipal de Faro, und Endpunkt der Bahnübergang am Hotel Ibis an der Verbindungsstraße zum Ortsteil Montenegro.

Der Freizeitpark mit einer Fläche von 16 ha umfasst neben einem Rad- und Fußweg einen Trimm-dich Parcours, ein kleines Amphitheater mit einer Kapazität von 250 Plätzen, einen gut ausgestatteten Kinderspielplatz und einen Unterstand zum Beobachten der Vogelwelt in dem mit Schilf bestandenen Gewässer. Erst in letzter Zeit ist es der Stadt offenbar gelungen, das noch fehlende kleine Teilstück an der Reithalle zu erwerben, um eine durchgängige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer nach Montenegro und zum Flughafen zu schaffen. Zugleich soll der Park Bestandteil der Ecovia Litoral do Algarve mit einer Anbindung an den Strand von Faro auf der Ilha de Faro werden. Dieser Radweg führt mit einer Länge von 237 km an der gesamten Algarveküste vom Cabo de São Vicente bei Sagres bis nach Vila Real de Santo António an der spanischen Grenze.

Als wir am vergangenen Sonntag nach langer Zeit mal wieder einen Spaziergang durch den Park machten, waren wir trotz gerade laufender Mäharbeiten vom ungepflegten Zustand der Anlage doch sehr enttäuscht, wenn auch nicht völlig überrascht – in vielen derartigen Projekten müssen wir feststellen, dass zwar Geld für die Realisierung vorhanden ist, es aber dann an der regelmäßigen Instandhaltung mangelt. Wenn man sich die ursprünglich geweckten Erwartungen bei einer Investitionssumme von angeblich 3,5 Mio. € mit der tristen Realität vergleicht, vermisst man vor allem das angekündigte Gastronomie Angebot – am vorgesehenen Platz steht immer noch die Ruine einer ehemaligen Industrieanlage. Fazit: das Areal hat viel Potential, aber es droht, zu einer Investitionsruine zu werden. SEHR SCHADE!!!

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